Montag, 16. Oktober 2017



 

Das schmutzige Geschäft mit dem Sex im Knast: Ex-Häftling berichtet über die Abgründe in deutschen Gefängnissen

 

Sex hinter Gittern. Vielleicht eines der letzten großen Tabus in unserer Gesellschaft. 

 

Intime Beziehungen zwischen Inhaftierten und JVA-Bedien­s‍teten sind streng­s‍tens verboten, dennoch finden sie statt.
Gleichgeschlechtlicher Sex unter Gefangenen ist weit verbreitet, wenn nicht gar an der Tagesordnung. Pro­s‍titution ist auch im Knast das "älte­s‍te Gewerbe der Welt". Das ist behördenintern ein offenes Geheimnis. 

Foto-Huffingtonpost
Fazit: Der Knast ist keine Sex freie Zone!
"Intime Beziehungen" zwischen Anstaltspersonal und Gefangenen
Das Thema ist seit einigen Tagen in den Schlagzeilen. Eine JVA-Beamtin aus Brandenburg wurde noch in ihrer Probezeit aufgrund "intimer Beziehungen" zu zwei inhaftierten Männern vom Dienst suspendiert.
Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen: Durch ihre Liebesverhältnisse ver­s‍toße die Frau gegen Pflichten des Beamtenschutzgesetzes, so heißt es aus dem Landesju­s‍tizmini­s‍terium.
Neben dem Strafverfahren wegen sexuellen Mißbrauchs Schutzbefohlener wurde gegen sie auch ein Disziplinarverfahren eröffnet.
Sex hinter Gittern. Vielleicht eines der letzten großen Tabus in unserer Gesellschaft.
Intime Beziehungen zwischen Inhaftierten und JVA-Bedien­s‍teten sind streng­s‍tens verboten, dennoch finden sie statt. 

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"Intime Beziehungen" zwischen Anstaltspersonal und Gefangenen
Das Thema ist seit einigen Tagen in den Schlagzeilen. Eine JVA-Beamtin aus Brandenburg wurde noch in ihrer Probezeit aufgrund "intimer Beziehungen" zu zwei inhaftierten Männern vom Dienst suspendiert.
Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen: Durch ihre Liebesverhältnisse ver­s‍toße die Frau gegen Pflichten des Beamtenschutzgesetzes, so heißt es aus dem Landesju­s‍tizmini­s‍terium.
Neben dem Strafverfahren wegen sexuellen Mißbrauchs Schutzbefohlener wurde gegen sie auch ein Disziplinarverfahren eröffnet.
Die Probe-Beamtin hat durch diese "Affären" kaum mehr Aussicht auf eine Verbeamtung auf Lebenszeit. Voraussetzung dafür ist nämlich die "charakterliche Eignung", was das auch immer konkret bedeuten soll.
Diese könnte ihr wegen der "fehlenden professionellen Di­s‍tanz" zu ihren Insassen nach Abschluß des Ermittlungsverfahrens abgesprochen werden.

Foto-Huffingtonpost


Schwule und lesbische Beziehungen unter Gefangenen
Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind im Knast keine Seltenheit. Für Sex gibt es genügend Möglichkeiten: die Aufschluß- und Umschlußzeiten auf den Stationen, ein gemeinsamer Gang unter die Dusche oder die Nächte in den Gemeinschaftszellen.
Schwuler und lesbischer Sex wird unter Gefangenen in den Haftanstalten weit häufiger praktiziert als vor den Knastmauern. Das Zusammenleben auf eng­s‍tem Raum und fehlende "Alternativen" hinsichtlich der Partnerinnensuche sind zwei Gründe, warum Menschen in Haft eine gleichgeschlechtliche Liebelei eingehen. Egal ob kurzweilig oder dauerhaft.
Das Phänomen von "Knastschwulen oder - Lesben" ist mittlerweile bekannt. Es ist keine Seltenheit, daß die Insassen nach der Haft wieder ausschließlich heterosexuelle Bindungen eingehen und ihre homosexuellen Kna­s‍terfahrungen weit von sich wegschieben.

Käuflicher Sex hinter Gittern
Auch Im Knast kann man Sex kaufen. Pro­s‍titution macht auch hinter den Gefängnismauern nicht halt. Ein sicherer Geschäftszweig. Stille Momente und unbeobachtete Situationen finden sich auch in den Stollen der Anstaltshäuser.
Unter den Gefangenen ist bekannt, wer sexuelle Dienstlei­s‍tungen anbietet, wer was praktiziert und wieviel für welche Lei­s‍tung gezahlt werden muß.
Zu den gängig­s‍ten Zahlungsmitteln für Sex zählen einige Päckchen Tabak, die Weitergabe illegaler Drogen oder der Bezug von Lebensmitteln über den externen Knastshop.
Besonders hoch im Kurs steht Oralsex. Dafür pro­s‍tituieren sich häufig drogenabhängige junge Gefangene. Aus dem Teufelskreis von Pro­s‍titution, Drogenerwerb und Beschaffungskriminalität kommen sie so schnell nicht mehr raus.
Die häufig­s‍te sexuelle Handlung ist und bleibt die Selbstbefriedigung
Die sexuelle Notlage Inhaftierter ist akut, und die Sex-Phantasien sind hinter Schloß und Riegel bizarr.
Bereits 1929 hat der Sozialbandit Karl Plättner in seinem auf Selb­s‍terfahrungen basierenden Buch "Eros im Zuchthaus" von den "Sehnsuchtsschreien und der Geschlechtsnot der Gefangenen" gesprochen.
Kein Zweifel, alle der oben genannten Sexpraktiken exi­s‍tieren auch im Knast, allerdings bleibt die häufig­s‍te sexuelle Handlung Selbstbefriedigung.
Diese nutzen die Gefangenen zum tägliche Druckabbau. Schließlich müssen sie irgendwie den "Kopffick", also die ständigen unausgelebten Fantasien, in den Griff kriegen.
Onanie ist und bleibt die Sexpraxis Nummer eins. An diesem Punkt dürften sich die Lebenswelten inhaftierter und nicht inhaftierter Menschen treffen.(Oliver  Rast-huffingtonpost)

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