Montag, 22. Januar 2018

„Darum ist Sex so wichtig“   und  „Lust und Rausch: Bei Schwulen gehen Sex und Drogen oft Hand in Hand“





Darum ist Sex so wichtig


Sex hält gesund!
Kaum ein anderes Thema beschäftigt Menschen so sehr wie Sex. Nicht umsonst wird Sex auch „schönste Nebensache der Welt“ genannt. Dass Sex Spaß macht, ist uns allen klar, wenn man sich jedoch darüber hinaus die gesundheitsförderlichen Aspekte anschaut, kommt man schnell zur Erkenntnis, dass Sex im Leben jedes Mannes und natürlich auch jeder Frau alles andere als eine Nebenrolle spielen sollte. Ist Sex vielleicht die „schönste Hauptsache der Welt“?


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Häufiger Sex steigert die Gesundheit
Je öfter man Sex hat, ob mit einem Partner oder allein durch Selbstbefriedigung, desto positiver sind die Auswirkungen auf die Gesundheit. Zu diesem erfreulichen Ergebnis kam eine Langzeitstudie der Universität Bristol in England, die über zehn Jahre mit 1.000 Männern in einem Alter von 49 bis 59 Jahren durchgeführt wurde.


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Bei Männern setzt schon der Anblick eines in ihren Augen attraktiven Manschens den erfreulichen Mechanismus in Gang. In ihrem Gehirn wird das Belohnungssystem, der Nucleus accumbens, aktiviert. Flirten steigert den Effekt und führt zu körperlichen Reaktionen und sexuellen Phantasien. Wenn man also bei seinem männlichen Gegenüber ein vermeintliches Desinteresse an der Unterhaltung feststellt,


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denkt der vielleicht bereits an ganz etwas anderes und kann sich einfach nicht mehr auf das eigentliche Thema konzentrieren. Hier ist also Nachsicht geboten, zumindest wenn das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht.


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Die sexuellen Phantasien bewirken eine gesteigerte Produktion des LH (luteinisierendes Hormon), das direkt dafür verantwortlich ist, dass in den Hoden Testosteron produziert wird. Und das ist richtig klasse, denn Testosteron senkt den Appetit aufs Essen und steigert die Fettverbrennung. Damit ist klar: Sex macht schlank und schön! Da schlanke und schöne Menschen wiederum mehr Sex haben, kann man sich denken, wohin das führen wird.


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Sex ist körperliches Training
Testosteron bewirkt außerdem einen besseren Muskelaufbau und die rhythmische Bewegung beim Sex sorgt für den Muskelreiz, der diesen Effekt nochmals verstärkt. Auch eine häufige Erektion ist sinnvoll, denn diese trainiert den Penis und sorgt dafür, dass alles bestens funktioniert.

Küssen beim Sex erhöht die Speichelproduktion, die entscheidend ist für die Zahngesundheit und außerdem durch im Speichel vorhandene körpereigene Antikörper das Immunsystem fit macht. Durch die Mineralisierung der Zähne mit dem Speichel erstrahlt das Lächeln und schon wieder setzt sich ein positiver Mechanismus in Gang, denn mit einem strahlenden Lächeln hat man sicher mehr Sex.


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Ein bemerkenswerter Nebeneffekt ist eine bessere Prostatagesundheit, denn mit jeder Ejakulation wird die Prostata gereinigt, weil neben der Samenflüssigkeit auch Keime ausgespült werden. Nicht zuletzt hilft Sex bei Kopf- und Gelenkschmerzen, denn es werden Endorphine, Opium ähnliche Substanzen, ausgeschüttet. Dank des Hormons Oxytocin hilft Sex beim Einschlafen. Gesundheit, strahlende Zähne, weniger Schmerzen und erholsamer Schlaf - es gibt eigentlich genug gute Gründe, die schönste Nebensache mal öfter ins Zentrum des Lebens zu rücken und zur Hauptsache zu machen.




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Nur keine Hektik!
Sex darf dauern, denn erst nach 20 Minuten setzen die genannten positiven Effekte ein. Wer das Gefühl hat, dass die Lust oder das Können nachlassen, kann mit Beckenbodentraining und natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln Libido und Potenz steigern. Bewährt haben sich Maca, Arginin, Capsaicin sowie der Vitalpilz Cordyceps.


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Lust und Rausch: Bei Schwulen gehen Sex und Drogen oft Hand in Hand.


„Chemsex“, also Sex unter Einfluss von Drogen, nimmt unter schwulen Männern gerade in der Sexpartyszene deutlich zu, wie mehrere Studien zeigen. Wer dabei Nadeln oder Röhrchen teilt, riskiert eine Infektion mit Hepatitis C. Die Aidshilfe NRW führte dazu letztes Jahr eine große Onlineumfrage durch. Die Ergebnisse zeigen, dass es eigene Angebote braucht, die aufklären und einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen ermöglichen.



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„Wir haben von den Aidshilfen und Beratungsstellen im Land gehört, dass sie immer mehr Anfragen von schwulen Männern, die Rauschmittel nehmen, erhalten“, erläutert Michael Wurm von der Aidshilfe NRW. „Aber um gut beraten zu können, müssen wir noch mehr darüber wissen.“
Darum führte der Landesverband im März 2014 eine Umfrage im Internet durch. 1.044 Männer, die Sex mit Männern haben, füllten den Fragebogen im Netz aus. 493 der Einsender gaben an, nur legal verkaufte Drogen wie Alkohol oder Poppers zu nehmen. 521 Männer konsumierten dazu auch Rauschmittel, deren Verkauf unter Strafe steht, darunter Crystal, Ecstasy, GHB oder Ketamin. Vor allem in der Altersgruppe der Männer zwischen 40 und 49 war die Vorliebe für „illegale“ Rauschmittel ausgeprägt.



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Sex und Drogen

Über die Hälfte der Befragten kamen aus Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern. Gerade für sie war Sex eng mit Drogenkonsum verbunden. „Man wird risikofreudiger unter Einfluss von Drogen“, weiß Patrik Maas, Geschäftsführer der Aidshilfe NRW. „Dann wird eher mal auf das Kondom verzichtet und eine Infektion mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen in Kauf genommen. Oder die Nadel oder das Röhrchen geteilt.“ Winzige Blutreste, die dann von einem zum andern wandern, reichen dann schon für eine Übertragung von Hepatitis C. 



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Es ist nicht immer leicht, den eigenen Konsum zu steuern. Depressionen, Angstzustände und Psychosen sind die möglichen Folgen von regelmäßigem Konsum. Sie können sich über die Jahre immer weiter verstärken. „An dieser Stelle müssen wir in den Aidshilfen und Beratungsstellen überlegen, eigene für uns schwule Männer passende Angebote zu entwickeln“, sagt Maas.


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Wichtig sei es dabei, den Drogenkonsum nicht zu verteufeln, sondern den verantwortungsbewussten Umgang mit Drogen zu stärken. Immer sein eigenes Röhrchen oder Spritzbesteck zu verwenden, kann eine Faustregel sein. Patrik Maas nennt weitere: „Trinke ausreichend. Schau, dass du immer wieder mal drei, vier Wochen Pause einlegst. Schau auf die Qualität des Zeugs. Konsumiere nicht zu viel auf einmal. Achte darauf, dass du die richtigen Leute um dich herumhast. Nimm keine Drogen, wenn es dir nicht gut geht, sonst werden die schlechten Stimmungen womöglich noch verstärkt.“

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