Coming-out bei besten Freunden & Was tun, wenn es schiefgeht?
(sowie Hilfreiche Literaturempfehlungen rund um das Coming out - vom Sachbuch bis zum Roman)
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Coming-out bei besten Freunden
Natürlich hast du auch das Bedürfnis, deine Freunde
aufzuklären. Auch hier gilt es, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Beim Coming
Out merkst du dann, was wahre Freunde sind. Gute Freunde halten auch nach
deinem Coming Out zu dir.
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und Muht machen soll, den Weg des Coming Outs zu Gehen. Welches Eltern und
Betroffenen Kenntnisse und Informationen geben kann den Weg gemeinsam zu gehen.
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22 Tipps, die dir helfen können, wenn du dich bei deinem (besten) Kumpel (= hier Freund) outen willst.
1
Oute dich deinem Kumpel nie während eines Streits oder um
ihn zu verletzen. Das verschlimmert die Sache nur.
2
Traue es deinem Freund allein an, nicht gleich deiner ganzen
Clique: Oute dich zu einem guten Zeitpunkt, in der du mit ihm alleine bist und
unter 4 Augen darüber reden kannst. Warte am besten einen günstigen Zeitpunkt
ab.
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3
Dein Kumpel muss mit der ganzen Sache umgehen können. Es
wird vielleicht für ihn schwierig sein, das Bild, was er von Schwulen hat, mit
dir zu kombinieren.
4
Leute, die sich mit dieser ganzen Thematik nicht auskennen,
können Dingen zu dir sagen, die für dich sehr verletzlich sein können. Bedenke
dass sie wahrscheinlich absolut ahnungslos waren und total überrascht sind.
5
Versuche immer sachlich zu bleiben.
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6
Bring zu deinem Outing nicht deinen Lover mit. Dies wären zu
viele Überraschung auf einmal für deinen Kumpel.
7
Lass deinem Freund Zeit zum Nachdenken, bevor du versuchst,
mit ihm zu Diskutieren.
8
Mach dich auf mehr oder weniger unangenehme Fragen gefasst.
9
Es ist einfacher, zuvor Bücher über das Coming-Out zu lesen.
Nimm das Buch, die Broschüre, Internetseite, ... dann her, wenn du nicht mehr
weiter weißt. Auf die kannst du dich dann berufen (Bsp.: "Da schau, in
diesem Buch steht, dass....")
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10
Denk daran, dass das dein Leben ist, das du lebst. Ganz egal
wie dein Kumpel reagiert hat. Lass dich nicht einschüchtern. Reagiert er
absolut negativ und will nichts mehr mit dir zu tun haben, lass ihn. Er hat es
nicht verdient, dein Kumpel zu sein! Auch wenn dies im ersten Moment
schmerzhaft für dich ist.
11
Um deinem Freund zu zeigen, dass es dich wirklich belastet,
seufze ab und an. ;-)
12
Jede Coming-Out Erfahrung unterscheidet sich. Lief es bei
einem mal gut, heißt das leider nicht, dass es das andere mal auch so gut
klappt, oder umgekehrt.
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13
Nimm dir für den Rest des Tages nichts mehr anderes vor.
14
Viele Leute brauchen sehr viel Zeit, um ein Coming-Out zu
verarbeiten. Die einen brauchen nur Minuten, die andere Tage, leider brauchen
auch viele einige Jahre dazu.
15
Mach dir immer einen Notfall-Plan. Du brauchst ihn zwar
nicht, dann bist du aber auf evtl. schlimme Reaktionen gerüstet.
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16
Schau, dass du dir auch Hilfe suchst (Beratungshotline,
...), denn auch du könntest sie brauchen.
18
Wenn du dich schon bei anderen Kumpels geoutet hast, biete
ihm dann an, dass er diese anrufen kann, wenn er darüber reden will. Denn wenn
dein Kumpel weiß, dass es noch andere gibt, die von deinem Geheimnis wissen,
fällt es ihm leichter, die Sache zu verarbeiten.
19
Oder, erlaube es ihm, seiner Freundin davon zu erzählen.
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20
Beteuere deinem Kumpel, dass er keine Angst vor dir haben
muss. Zum Beispiel, dass du nichts von ihm willst (Auch wenn das nicht der Fall
ist .. ;-))
21
Mach ihm klar, dass er keine Sorge haben muss, dass andere
ihn auch für schwul halten, nur weil es dein Kumpel ist.
22
Alle diese Tipps sind leider kein
Patentrezept, sondern nur eine kleine Hilfe.
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Was tun, wenn es schiefgeht?
Vor einem Coming-out bei den Eltern kann man sich nicht ewig drücken. In der Regel haben die Eltern Verständnis, wenn sie sich erst einmal an den Gedanken gewöhnen konnten, dass ihr Sohn schwul ist. Aber: Wie soll man reagieren, wenn das nicht passiert?
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Deine Eltern sind deine Eltern. Du kannst ihnen nicht ewig verschweigen, dass du schwul bist. Ein Coming-out bei deinen Eltern ist kräftezehrend. Erst einmal, weil immer die Angst mitschwingt, dass sie nicht so reagieren könnten, wie du dir das vorstellst. Aber auch, weil ein solch persönliches und intimes Gespräch mit den Eltern immer anstrengend ist. In der Regel reagieren die Eltern ganz souverän, wenn sie erfahren, dass ihr Kind schwul oder lesbisch ist.
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Klar - ein paar Gedanken machen sie sich trotzdem, aber meist tragen sie diesen
Konflikt in ihrem Inneren aus oder halten zumindest ihr Kind heraus. Trotzdem
kann es vorkommen, dass Eltern nicht ideal reagieren. Vorwürfe werden erhoben,
Zweifel werden ausgesprochen und wenn es ganz hart kommt, werden sie versuchen,
ihrem Kind das Schwulsein zu verbieten.
So eine Situation ist nicht schön, aber du kannst dich geschickt durchmanövrieren, wenn du ein paar Grundregeln beachtest. Bevor wir aber zu diesen Grundregeln kommen, sei noch angemerkt: Die hier beschriebenen Situationen sind Extremfälle! Sie sollten dich auf gar keinen Fall entmutigen!
So eine Situation ist nicht schön, aber du kannst dich geschickt durchmanövrieren, wenn du ein paar Grundregeln beachtest. Bevor wir aber zu diesen Grundregeln kommen, sei noch angemerkt: Die hier beschriebenen Situationen sind Extremfälle! Sie sollten dich auf gar keinen Fall entmutigen!
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Erste Grundregel: Habe Verständnis!
Wenn die drei wichtigen Worte gesagt sind (Ich bin schwul), löst du im Kopf
deiner Eltern eine Lawine von Gedanken aus. Sie fangen an, nach Ursachen zu
forschen. Was haben sie falsch gemacht, dass sie einen schwulen Sohn
großgezogen haben? Sollten sie ihrem Sohn vielleicht den Umgang mit Männern
verbieten, damit er doch heterosexuell wird? Natürlich ist das alles Unsinn.
Aber spontane Reaktionen sind nun einmal spontan, wenig überlegt. Da kommt so
ein Unfug schnell zustande.
Deshalb kann es immer passieren, dass Eltern zuerst mit Ablehnung reagieren und versuchen, gegen dich zu argumentieren. Eine schwierige Situation, denn sie spiegelt genau die Ängste wieder, die du vor dem Coming-out-Gespräch gehabt hast. Wie kannst du damit umgehen? Die wichtigste Grundregel lautet: Habe Verständnis!
Deshalb kann es immer passieren, dass Eltern zuerst mit Ablehnung reagieren und versuchen, gegen dich zu argumentieren. Eine schwierige Situation, denn sie spiegelt genau die Ängste wieder, die du vor dem Coming-out-Gespräch gehabt hast. Wie kannst du damit umgehen? Die wichtigste Grundregel lautet: Habe Verständnis!
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Für deine Eltern beginnt mit deinem Coming-out ein Gedankenprozess, den du
schon längst abgeschlossen hast. Jetzt müssen sie sich erst einmal an den
Gedanken gewöhnen, dass ihr Kind schwul ist. Du solltest ihnen zuhören und da
sein, um ihre Fragen zu beantworten. Du solltest sie sogar dazu ermutigen, dir
Fragen zu stellen! Sei selbstsicher, dann werden deine Eltern bemerken, dass du
dir deiner Sache sicher bist.
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Zweite Grundregel: Fühle dich nicht schuldig!
Wenn deine Eltern aufgelöst - vielleicht sogar weinend - vor dir sitzen, kommen
schnell Zweifel auf. War es falsch, ihnen von meinem Schwulsein zu erzählen?
Habe ich vielleicht eine falsche Situation für so ein Gespräch erwischt? Die
Antwort auf beide Fragen lautet: Nein! Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für
so ein Gespräch und ewig hättest du mit deiner Sexualität ohnehin nicht hinterm
Berg halten können.
So brachial es klingen mag, aber in dieser Situation darfst du dich nicht schuldig fühlen. Für die Selbstzweifel und die Vorwürfe, die sich deine Eltern in diesem Moment machen, bist du nicht verantwortlich. Du kannst aber dazu beitragen, dass sie dich besser verstehen, indem du mit ihnen über die Zweifel und Ängste sprichst, mit denen sie sich herumplagen.
So brachial es klingen mag, aber in dieser Situation darfst du dich nicht schuldig fühlen. Für die Selbstzweifel und die Vorwürfe, die sich deine Eltern in diesem Moment machen, bist du nicht verantwortlich. Du kannst aber dazu beitragen, dass sie dich besser verstehen, indem du mit ihnen über die Zweifel und Ängste sprichst, mit denen sie sich herumplagen.
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Wenn du von deinen Eltern beschimpft wirst, dann bleibe ruhig! Es hilft
niemandem weiter, wenn du zurückschimpfst oder deinen Eltern Gegenvorwürfe
machst. Ihr würdet euch gegenseitig so lange hochschaukeln, bis die Situation
irgendwann völlig eskaliert und ihr zerstritten auseinander geht.
Sollte auch das nicht funktionieren, dann gehe! Lasse sie in Ruhe mit ihren Selbstzweifeln und stelle sie später wieder zur Rede. Die Zeit heilt alle Wunden, das hört man in diesem Kontext häufig. Das klingt dramatisch. Aber wenn du deinen Eltern ein paar Stunden oder Tage Zeit lässt, dann hat sich die erste Flutwelle an Emotionen bereits gelegt und ihr könnt wieder vernünftig miteinander reden. Egal, wie extrem der Streit auch gewesen sein mag.
Sollte auch das nicht funktionieren, dann gehe! Lasse sie in Ruhe mit ihren Selbstzweifeln und stelle sie später wieder zur Rede. Die Zeit heilt alle Wunden, das hört man in diesem Kontext häufig. Das klingt dramatisch. Aber wenn du deinen Eltern ein paar Stunden oder Tage Zeit lässt, dann hat sich die erste Flutwelle an Emotionen bereits gelegt und ihr könnt wieder vernünftig miteinander reden. Egal, wie extrem der Streit auch gewesen sein mag.
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Dritte Grundregel: Biete deinen Eltern Unterstützung an!
Wenn alles nicht hilft und ihr euch auch nach Tagen noch über dein Schwulsein
streitet, dann solltest du deinen Eltern Unterstützung anbieten. Die bekommen
sie beispielsweise bei verschiedenen Elternselbsthilfegruppen in deiner Region.
Dort können sie sich umfassend informieren und Erfahrungsberichte mit
anderen Eltern austauschen, die beim Coming-out ihrer Kinder ähnliche Ängste
und Zweifel hatten.

















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