Samstag, 6. Januar 2018

Studie: Acht von zehn queeren Jugendlichen erleben Diskriminierung und


"Schwuchtel" an der Tagesordnung


Studie: Acht von zehn queeren Jugendlichen erleben Diskriminierung 


Obwohl in den vergangenen Jahren die Akzeptanz in Deutschland gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zugenommen hat, werden 80 Prozent der LGBTIQ*-Jugendlichen diskriminiert. Am häufigsten passiert das in der Öffentlichkeit, in Schule, Ausbildung und Beruf, aber auch in der Familie und im Freundeskreis. 

„Was will die Schwuchtel eigentlich?“, ist ein Satz, den Jonas* häufig hört. Der 16-Jährige geht in die 10. Klasse einer Realschule in der Nähe von Wiesbaden. In der Schule muss er regelmäßig solche Beleidigungen über sich ergehen lassen. In der Umkleidekabine kommen blöde Sprüche, auf dem Gang ruft ihm jemand „Schwuchtel“ hinterher. Der Schüler ist selbstbewusst, er macht sich nicht viel daraus. „Aber natürlich wäre es schöner, das nicht ständig zu hören.“

Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2CMtrSl

Damit ist Jonas nicht alleine: Fast die Hälfte der Jugendlichen wird in der Schule oder am Arbeitsplatz diskriminiert. Dort sind sie teils Spott, Beleidigungen und Beschimpfungen ausgesetzt, teils werden sie sozial ausgegrenzt oder sogar körperlich attackiert.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2m1tIFO


Freunde sind besonders wichtig

Das haben die Wissenschaftlerinnen Claudia Krell und Kerstin Oldemeier vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) herausgefunden. Sie haben bundesweit 5000 LGBTIQ*-Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 online befragt sowie 40 persönliche Interviews geführt. Die Ergebnisse ihrer vom Familienministerium geförderten Studie fassen sie im Buch "Coming-out – und dann…?!" zusammen. In der Familie ist ein häufiges Problem, dass die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Zugehörigkeit nicht ernst genommen, ignoriert oder nicht mitgedacht wird. Der Freundeskreis ist zwar wichtig, doch auch hier kommt es zu Diskriminierungen. Einige Jugendliche schaffen es, solche negativen Erfahrungen konstruktiv zu verarbeiten. Dabei ist der Rückhalt durch Freunde wichtig. Das hat auch Jonas erlebt: „Meine Freunde stehen hinter mir. Ohne sie wäre es viel schwieriger.“



Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2CyhN9y

Fast immer positive Reaktionen aufs erste Coming-out

Auch das Internet spielt eine große Rolle, um sich auszutauschen, zu vernetzen und zu informieren. Eine Strategie vieler queerer Jugendlichen, um Diskriminierung zu entgehen, ist den Autorinnen zufolge, dass sie verzichten: Überdurchschnittlich viele nehmen zum Beispiel nicht am Vereinssport teil. Wenn sie doch in einem Verein aktiv sind, vermeiden sie es dort häufig, sich zu outen – genau wie in religiösen Gruppen oder sozialen Netzwerken.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2F4t1nQ

Zwei Drittel der Jugendlichen vertrauen sich zuerst einer Person aus dem Freundeskreis an. Innerhalb der Familie spielen Mütter die wichtigste Rolle. An sie wenden sich 12 Prozent der Jugendlichen beim ersten Coming-out. Bis es soweit ist, vergehen meist mehrere Jahre. Aus Angst vor möglicher Ablehnung versuchen Jugendliche längere Zeit, ihr Empfinden zu unterdrücken, und ziehen sich sozial zurück. Dies kann mitunter zu psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen führen. Obwohl es insgesamt häufig zu Diskriminierungen kommt, wird die Reaktion auf das erste Coming-out fast durchgehend als sehr gut oder eher gut bewertet.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2CBg3g0

"Schwuchtel" an der Tagesordnung

Profisport gilt als schwulenfeindliches Umfeld. Ob das auch für Amateure gilt, wollte die erste internationale Umfrage zu Homophobie im Sport wissen. Die Ergebnisse sind so eindeutig wie erschreckend.

Während es in der Popkultur und sogar in der Politik immer mehr Coming-outs von LGBTIQ*-Menschen gibt, bleiben Schwule und Lesben in einem gesellschaftlichen Bereich fast unsichtbar: Im Profisport.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2CMsKZo
 

Jedes Coming-out wird zum Medienereignis. Ob es Thomas Hitzlsperger ist, der Skifahrer Gus Kenworthy oder Turmspringer Tom Daley. Wann immer ein Athlet öffentlich bekanntgibt, dass er auf Männer steht, füllt er die Schlagzeilen. Warum? Weil es einfach so wenige gibt. Warum? Weil der Profisport als homophobes Umfeld gilt.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2m18Xu3

Erste internationale Umfrage

Australische Forscher wollten herausfinden, ob der Amateursport genauso schwulenfeindlich ist. Deshalb haben sie mit Unterstützung der australischen Regierung die bisher erste internationale Umfrage zu diesem Thema gestartet.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU--- http://amzn.to/2qyS0N2

Bei "Out On The Fields" haben fast 10.000 Menschen mitgemacht, vor allem aus Australien, den USA, Großbritannien, Kanada, Irland und Neuseeland. Die meisten von ihnen sind schwul, aber auch Lesben, Bisexuelle und Heteros sind vertreten.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2AAuJtE

Die meisten jungen Sportler outen sich nicht

Das Ergebnis ist so eindeutig wie erschreckend. So haben 80 Prozent der Befragten angegeben, dass sie Zeuge oder selbst Opfer von Homophobie im Sport wurden. Die meisten davon haben Beschimpfungen wie "Schwuchtel" gehört, aber fast jeder Fünfte hat körperliche Gewalt erlebt.

Die Umfrage hat auch gezeigt, dass jüngere Sportler nicht weniger homophob sind. Im Gegenteil: Schwule Sportler unter 22 wurden öfter Opfer von Diskriminierung als ältere. 80 Prozent der unter 22-Jährigen waren in der Mannschaft komplett ungeoutet oder nur teilweise geoutet.
Ergebnisse gelten wohl auch für andere Länder

Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2AA3UWN

Interessant sind auch die Gründe, warum Jugendliche keinen Teamsport spielen. Klar, ein Teil hat einfach kein Interesse daran. Aber ganze 31 Prozent sagen, dass sie Angst haben, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in der Mannschaft nicht akzeptiert zu werden. Und 44 Prozent geben an, dass ihnen der Schulsport die Lust auf Sport in der Freizeit verdorben hat.


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2CJbbZk

An der Umfrage haben vor allem Menschen aus englischsprachigen Ländern teilgenommen. Der Autor der Studie, Erik Denison, glaubt dennoch, dass die Ergebnisse auch für andere Länder gelten. Denn fast 400 Teilnehmer kamen aus anderen Ländern. Deren Angaben waren nicht anders als die der anderen.

Eine Lösung: Mehr Profi-Coming-outs

"Aus diesem Grund glauben wir, dass es unwahrscheinlich ist, dass Länder wie Frankreich, Deutschland oder auch Südafrika besser abgeschnitten hätten. Die Erfahrungen homosexueller Sportler in den Industrienationen erscheinen uns sehr konsistent, unabhängig davon in welchem das Land genau sie leben", sagte er dem Stern. 


Mehr zum Inhalt des vorgestellten Buches und wo Du es als E-Boog oder Taschenbuch erwerben kannst. Das alles findest DU---http://amzn.to/2AzQCJS

Die 10.000 Teilnehmer wurden auch gefragt, wie man Homophobie bekämpfen könnte. Die meisten gaben an, die Schwulenfeindlichkeit im Sport müsse erst einmal ernst genommen werden. Außerdem sollten Sportverbände klare Anti-Homophobie-Regeln aufstellen. Schließlich fanden die Befragten es auch wichtig, dass sich mehr lesbische, schwule und bisexuelle Sportler outen. Nur so können sie ein Beispiel für andere sein.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen