Freitag, 15. September 2017



Moral als Statusobjekt

Eine Transsexuelle kritisiert den Genderismus

Axel Göhring / Tischys Einblicke sprach mit einer Transsexuellen. Ihr erscheint der Gender-Zirkus als eine im Selbstzweck der Selbstbeweihräucherung des Establishments der Dauerempörten und Mitleidshausierer inszenierte Farce, die den Blick auf die echten Probleme ablenken soll, da man eigentlich keine wirkliche Motivation und auch Kompetenz hat, diese zu lösen.

Die Politische Korrektheit fordert allenthalben Toleranz – gegenüber Ausländern, Muslimen, Linksextremi­s‍ten, Frauen, Schwulen, Lesben, Queeren, Transsexuellen und vielen anderen „Minderheiten“. Aber haben die politisch Korrekten überhaupt nennenswerten Kontakt zu den „unterdrückten Gruppen“, mit denen sie sich so gerne solidarisieren? Meist eher nicht – die Progressiven leben selbst aller Erfahrung nach in einem sehr homogen deutschen, wohlhabenden, christlichen, cis-heterosexuellen Milieu, in dem die „unterdrückten Gruppen“ nur am Rande, quasi in homöopathischer Dosis, vorkommen.

Würden die politisch Korrekten sich mit den vermeintlichen Opfergruppen einmal näher befassen, könnten sie die Erfahrung machen, daß ihre unablässige „Toleranz“ gar nicht so gefragt ist, wie sie denken.



Einen Hinweis darauf liefert das folgende Interview mit einer Transsexuellen, die der Genderbewegung so gar nichts abgewinnen kann.

Zur Person: Daniela Nowicki, 1976 geboren als Daniel, ist transsexuell und lebt seit 2011 offen als Frau. Sie arbeitet als Ingenieurin für Industrieautomatisierung und kritisiert die Genderbewegung.
Danni, wann hast Du gemerkt, daß Du als Frau im falschen, weil männlichen Körper lebst?
Ziemlich früh als Kind schon. Richtig bewußt, daß da ein Widerspruch zwischen meiner Seele und Physis war, wurde ich mir aber dann so mit der Einschulung in die Grundschule, als von mir immer vehementer verlangt wurde, mich wie ein Junge zu benehmen, was ich freilich immer als erzwungene Scharade oder unnatürliches Schauspielen ver­s‍tand und mir auch dementsprechend schwer fiel. Ich muß dazu sagen, daß in den 70ern und 80ern (bis teilweise in die 90er) es leider für transidente Kinder und Jugendliche nicht wirklich Angebote oder Möglichkeiten gab, sich angemessen und zielführend helfen zu lassen, weswegen es bei mir, wie bei so vielen anderen Betroffenen meiner Generation, recht lange gedauert hat, zu sich zu finden.

Denkst Du, daß Du durch Erziehung oder gesellschaftliche Vorbilder Dein Geschlecht gewechselt hast, oder warst Du im Kern schon immer eine Frau?

Nein, ich war schon immer im Herzen und vom Ver­s‍tande her ein Mädchen bzw. Frau. So gesehen war es eher umgekehrt, daß immer wieder vehement versucht wurde, aus mir einen „richtigen Kerl“ zu machen, was allerdings nur insoweit funktioniert hat, daß ich später diese Rolle recht überzeugend spielen konnte, aber dennoch nie verinnerlicht habe und dementsprechend auch nur dann gespielt habe, wenn es absolut notwendig war. So geht es dann auch eigentlich allen echten Transidenten: Die Entscheidung sich letztlich irgendwann zu outen und die Transition zu beginnen, unterliegt in keinem mir bisher bekannten Fall irgendwelchen gesellschaftlichen Trends oder Hypes, sondern allein der inneren Erkenntnis, diesen bela­s‍tenden und unnötigen Mummenschanz nicht mehr länger mitmachen zu wollen und zu können.

Foto-Richard Dawkins Foundation

Wie hat sich Deine Veranlagung als Kind bemerkbar gemacht? Hast Du zum Beispiel lieber mit Autos oder Puppen gespielt?

Die Auswahl der Spielsachen hat sich – und das mag vielleicht erstmal er­s‍taunen – bei mir in der Waage gehalten, ich war schon immer ein großer Fan von Plüschtieren, auch Puppen waren als Spielzeug, sofern ich darauf Zugriff hatte, für mich sehr anziehend. Dennoch hatte ich durchaus auch meine Freude an Spielzeugautos, Modelleisenbahnen, Baukä­s‍ten wie Fischertechnik oder Lego. Dabei war für mich der besondere Reiz darin gelegen, son­s‍tigen eher unangenehmen/unliebsamen typischen Jungen-Hobbies aus dem Weg zu gehen. Mannschaftssportarten wie Fußball oder auch Raufereien und son­s‍tiger offensiver Jungenkram war für mich eher lä­s‍tig, bedrohlich und ich habe es vor allem als Kind und Jugendliche nicht wirklich ver­s‍tanden, sondern eher noch gehaßt. Allenfalls habe ich mich dann später in der Schule mit diesen Dingen, um dann auch nur den Schein zu wahren und damit in Ruhe gelassen zu werden, eher halbherzig arrangiert. – Wenn Du ständig einem Anpassung­s‍terror ausgesetzt bist, willst Du ab einem gewissen Punkt einfach nur noch Deine Ruhe haben!

In Kanada gibt es ein Ehepaar, das seinen Kindern geschlechtsneutrale Namen gab und sie auch neutral erzieht, damit der Nachwuchs mit 18 selbst entscheiden kann, was er sein will. In Stockholm gibt es einen geschlechtsneutralen Kindergarten, der den Kindern nur nicht-geschlechtsbezogenes Spielzeug bietet und in dem das Personal versucht, die Kinder nicht als Mädchen oder Jungs zu behandeln. Denkst Du, daß eine moderne Erziehung heute so aussehen sollte?

Grundsätzlich ist gegen eine Erziehung ohne tradierte negative Zwänge und gesellschaftlich/religiös-reaktionären Atavismen nichts einzuwenden. Immerhin war es dem Fortschritt unserer Gesellschaft, Kultur und auch unserer Wirtschaft bisher in der Regel immer förderlich gewesen, beide Geschlechter gleichberechtigt und im diametralen Respekt und Ver­s‍tändnis zueinander zu erziehen und stehen zu lassen. Allerdings kann ich in diesen in der Frage­s‍tellung beschriebenen Methoden und Auswüchsen nichts anderes als die mit neurotischer Zwanghaftigkeit betriebene Durchsetzung einer fast schon totalitär anmutenden und haarsträubenden Ideologie erkennen, die bar jeglichen Bezugs zur Realität ist und den Respekt vor der geschlechtlichen Identität der betroffenen Kinder arg vermissen läßt. – Laß mich das so ausdrücken: Hier passiert in umgekehrter Weise genau das, was mir als transidentes Kind widerfahren ist: man versucht den Kindern eine fremdbe­s‍timmte „neutrale“ geschlechtliche Identität aufzudrücken, die sie unter Um­s‍tänden gar nicht wollen und genauso bela­s‍tend finden, so wie ich damals auch den fremden Zwang, mich unbedingt zu einem Jungen erziehen zu wollen, bela­s‍tend fand.
Ich denke schon, daß man gerade Kindern durchaus zutrauen kann und darf, selber zu entscheiden, als was sie sich selbst identifizieren, unabhängig davon, ob sie nun cis- oder transident sind. Kurzum: Mädchen sollten nach eigenem Ermessen Mädchen sein dürfen und Jungen halt Jungen, OHNE Fremdbe­s‍timmung. Gerade daraus einen nahezu anachroni­s‍tisch anmutenden Tanz um das goldene Kalb einer hanebüchenen Ideologie oder altertümlichen und obsoleten Religion zu machen, halte ich für äußerst fragwürdig und scheint auch nur wirklich dazu zu dienen, die moralisch-ideologischen Eitelkeiten einiger realitätsferner „Erwachsener“ zu streicheln.
Zudem möchte ich noch einmal deutlich unterstreichen, daß die Wahl von Spielzeug nun wirklich nichts mit der geschlechtlichen Identität eines Kindes zu tun hat und die Fixierung gerade auf dieses Detail seitens Genderideologen aber auch Stockkonservativen schlichtweg und ergreifend einfach nur strunzdumm ist.


Hast Du nach Deiner Entscheidung, als Frau zu leben, Aggressionen erlebt? Wenn ja, von wem? Von Männern, Frauen, Rechten, Linken, Religiösen?

Recht wenig oder kaum, was in er­s‍ter Linie auch gerade daran lag, daß ich mein Coming Out recht sorgsam und planvoll vorbereitet habe. Es kommt auch sicherlich darauf an, was man wem erzählt, in welchem Ton, welcher Stimmung – und vor allem die Leute nicht mit schwer verdaulichen und „blutigen“ Details bela­s‍tet bzw. überfordert. Ebenso sollte man auch Geduld mit seinen Mitmenschen haben, die sich aus welchen Gründen auch immer, mit dem Wechsel schwer tun und sich eine Zeit lang mit Deinem alten/neuen Namen vertun. Da gleich wie eine hy­s‍terische Furie zu reagieren ist eher kontraproduktiv und sorgt sicherlich auch für eine nachhaltige Ablehnung einem selbst gegenüber.
Die heftig­s‍ten Reaktionen sicherlich hatte ich von meinen Eltern bekommen, wobei meine Mutter, die noch der verklemmten Nachkriegsgeneration ent­s‍tammt, die treibende Kraft war. Mittlerweile hat sie sich aber eingekriegt, da ich ihr schon ordentlich Kontra gegeben habe und dabei auch von meinem Bruder und später auch von meinem Vater unter­s‍tützt wurde. Im Freundes- und Bekanntenkreis war dies schon freilich einfacher und sogar bisweilen recht harmonisch abgelaufen und das, obwohl einige meiner Freunde hier eine rechte Vergangenheit hatten oder nach heutigem „Neusprech“ als solche bezeichnet würden. So waren es gerade auch eben diese Freunde, die mein Outing und mein Transition überraschenderweise recht unkompliziert angenommen haben und auch meinen neuen Namen recht schnell „gelernt“ hatten.
Ebenso ist er mir auch bei meinem Arbeitgeber ergangen, ich habe mich einfach geoutet und meine noch an­s‍tehenden „Vorhaben“ sachlich und nüchtern als eine Art Projektplan dargelegt und mit den Kollegen gerade in Bezug auf Urlaub, Ausfallzeiten wegen OPs und entsprechender Arbeitsplanung und –aufteilung besprochen. Das lief wirklich alles unkompliziert.

Wie, also alles glatt gelaufen? Sind Transsexuelle womöglich also doch gar nicht so diskriminiert, wie die politischen Anwälte das gern behaupten?

Nein, es gab dann doch einige Ausfälle …
Bei mir im Haus wohnten (die Betonung liegt auf „wohnten“!) zwei Gestalten, die dem Äußeren nach eher der Hiphop-Kopfsocken-Kiffer-Fraktion zuzurechnen waren, keine Lust auf Arbeit haben und auch anson­s‍ten das Klischee des liederlichen und nichtsnutzigen Boheme mit Antifa-Bezug in nahezu pittoresker Art und Weise erfüllten. Es fielen halt hin und wieder ziemlich böse Worte mir gegenüber, die ich idR mit dem Hinweis, sich zu waschen, ordentlich anzuziehen und sich endlich einen Job zu suchen, anstatt mir und anderen Steuerzahlern auf der Tasche zu liegen, quittierte.
Mittlerweile mußte aber bereits eine von diesen Gestalten ausziehen, der andere folgt in Kürze (unangemeldete Hundehaltung, Ruhe­s‍törung, mutmaßlicher Handel mit Betäubungsmitteln usw.). Unsere Vermieterin hat auch gerade wegen Beschwerden der anderen Mieter (immerhin wurden sie auch belä­s‍tigt!) nun die Notbremse gezogen und die Miete leicht über den Pflichtsatz der ARGE angehoben. – In Maßen kann Gentrifizierung auch ein Segen sein!
Grundsätzlich kann ich aber sagen, daß die Gesamtsituation für uns Transidente sich über die Jahrzehnte unheimlich verbessert hat. Ich habe sehr viele Freunde und Bekannte in der transidenten Community, von denen alle recht gut in die Gesellschaft integriert sind, gute Jobs haben, wirtschaftlich recht gut ge­s‍tellt sind, selbstverantwortlich leben und deswegen auch diese Form von Betüddelung seitens Genderaktivi­s‍ten mit Helferkomplex eher störend empfinden oder gar völlig ablehnen.

Und Religiöse? Was sagen Chri­s‍ten? Was die Moslems?

Eigentlich hab ich da kaum intensive Kontakte schon vor meinem Coming Out gehabt. Allerdings kann ich auch gerade im Umgang mit Chri­s‍ten nichts Negatives berichten, seit meiner Transition lassen mich auch sogar die Zeugen Jehovas gänzlich in Ruhe (Jaja, ich weiß, ich hab beim bevor­s‍tehenden Armageddon ganz mächtig verschissen, aber was soll’s!), was ich recht angenehm empfinde. Auf Urlaubsreisen besichtige ich gerne auch alte Kirchen, bin aber auch nie „rausgeworfen“ worden, was auch daran liegt, daß ich mich zu benehmen weiß und idR auch darauf achte, nicht allzu freizügig solche Orte zu betreten. – Ganz anders schaut es aber mit Moslems aus: Ich werde doof ange­s‍tarrt, was meist meiner Körpergröße geschuldet ist, die mich immer noch ein wenig verrät. Dumme Sprüche gibt es bisweilen auch. Gewalt ist aber bisher ausgeblieben, mitunter auch, weil ich nicht den Eindruck von Wehrlosigkeit erwecke.

Hast du Begegnungen mit Anhängern der Gendertheorie gehabt?


Haben sie Dich unter­s‍tützt, zum Beispiel finanziell?
Einige wenige Male schon und es ist immer ein schaler Nachgeschmack geblieben. Ebenso bin ich auch nicht wirklich auf weitere Zusammenkünfte mit solchen Leuten erpicht. Was mich am mei­s‍ten ge­s‍tört hat, war deren impertinenter Drang mir erklären zu wollen, wie ich meine Identität zu definieren habe (und das gerade von Leuten, die selber überhaupt nicht transident sind!), was ich für eine politische Meinung zu haben habe und das ich gefälligst die Opferrolle des dauerbeleidigten Berufsforderers (= Trümmertranse!) einzunehmen habe. – Ich fand diese moralinsauren Heucheleien der politisch motivierten  Mitleidshausierer einfach nur noch peinlich, wenn nicht sogar ekelerregend. Das hat nichts mit Toleranz, Akzeptanz oder gar Respekt zu tun.
Ebenso wurde ich schon regelrecht angefeindet, daß ich es entschieden als Tatsache ansehe, daß Transidentität tatsächlich eine Form hirn-organischer Intersexualität (tatsächlich ist Transidentität durch Hirn-Scans nachweisbar!) und nicht eine psychische Regelabweichung oder gar als Geschlecht nur ein soziales Konstrukt dar­s‍tellt. Damit war es aber mit den Differenzen nicht genug: Als besonderer Aufreger galt mein damaliger (und mittlerweile umgesetzter) Plan, auf private Ko­s‍ten eine chirurgische Gesichtsfeminisierung vornehmen zu lassen. Keiner wollte kapieren, daß ich es für mich grundsätzlich ablehnte, ein optisch zwischengeschlechtliches Mischwesen darzu­s‍tellen, sondern tatsächlich einfach nur „altmodischerweise“ eine Frau auch äußerlich sein wollte. Stattdessen wurde mir vorgeworfen nicht zu meiner Identität zu stehen! – Ein lächerlicher Vorwurf!

Inzwischen weiß ich eines gewiß: das ich beileibe nicht die einzige Transidente bin, die so denkt … eher ist es die (noch) schweigende Mehrheit!

Diesen Leuten ging es, und das habe ich schon sehr früh festge­s‍tellt, gar nicht darum, „uns“ zu helfen, sondern sich mit ihrem scheinbaren Engagement für eine weitere „Minderheit“ ins rechte Licht zu rücken, um sich anschließend an ihrer eigenen vermeintlich hohen moralischen Integrität aufgeilen zu können. Finanziell war da jedenfalls für mich nichts zu holen, ohnehin hätte es mir mein Stolz verboten, Almosen von Heuchlern anzunehmen.
Du äußerst Dich auf Deiner Facebook-Seite er­s‍taunlich kritisch gegenüber Genderbewegten. Dabei rufen die fortschrittlich gesinnten Bürger doch zur Solidarität mit sexuellen Minderheiten auf und fordern ein Ende der Diskriminierung.

Es gibt so vieles, daß mich an dieser „Bewegung“ stört, angefangen von der gezielten politischen Unterwanderung bzw. Durchsetzung von linken-rot-grünen Kräften und Agitatoren, die dies nur zum Zwecke ihres Machterhalts (bzw. dem Erhalt des Zugangs zu den fetten Futtertöpfen!) betreiben und sich nicht ein Deut schämen, dafür die Not und Probleme der Betroffenen für ihre dubiosen Ziele zu instrumentalisieren.

Es stört mich (und das hatte ich schon bereits zur vorhergehenden Frage erläutert) auch, daß es den allermei­s‍ten Protagoni­s‍ten dieser Szene im Kern nur um den (scheinbaren) Zugewinn an moralischer Überlegenheit geht, die sie dann aus ihrer Sicht weniger moralisch wertvollen oder gar wertlosen Leuten unter die Nase reiben können. – Moral als Konsumgut oder gar Statusobjekt des postmodernen Pharisäers sozusagen!

Es stört mich auch, daß diese Bewegung seit ihrem Be­s‍tehen nicht wirklich irgendwelche Fortschritte oder Verbesserungen für uns Betroffene erreichen konnte bzw. wollte. Dabei gäbe es genug Dinge, wie das desolate und dringend reformbedürftige Gesetz, eine Reform der Behandlungsrichtlinien für Transidente gerade im Hinblick auf die Ko­s‍tenübernahmepraxis der Krankenkassen uvm., die, wenn die gleiche Vehemenz, wie beim Durchkloppen der Genderideologie, angewandt worden wäre, sich hätten längst zielführend lösen lassen. Offenbar verharren die Verantwortlichen allzu gern in dem Brecht‘schen Mantra: Der Weg ist das Ziel! – Stattdessen wird zu viel Zeit und Energie mit genderneutralen Klos, Pronomina, Neusprech und Denk-/Redeverboten verplempert.

Es stört mich außerdem, daß gerade von dieser Szene ein nahezu suizidal tendenziöses Appeasement zum Islam bzw. Moslems, einhergehend mit der unreflektierten Multikulti-Doktrin, betrieben wird, gerade Gewaltverbrechen von Moslems an Transidenten oder son­s‍tigen Queeren ein totales Tabuthema dar­s‍tellen und dementsprechend Redeverbote exi­s‍tieren. Das ist in meinen Augen der größte Widerspruch an diesen Leuten, einerseits predigen die eine „progressive“ Genderideologie, andererseits hofieren sie den steinzeitlichen homo-/transphoben und obendrein auch extrem misogynen Islam-Faschismus. Wie zum Geier soll das zusammenpassen?!?

Was mich aber am allermei­s‍ten stört, ist, daß wir Transidenten nun mit allerlei Strapspapis, peinlichen Fummeltrinen und son­s‍tigen Fetischi­s‍ten-Gezumpel in einen Topf geworfen wurden und das noch als Fortschritt gefeiert wird. – NEIN! Das ist kein Fortschritt für mich, daß ist einfach mal eine bodenlose Frechheit und Diffamierung allerer­s‍ter Güte. So ziemlich alle Transidenten streben gar nicht den gesellschaftlichen Status eines „schrägen und bunten Paradiesvogels“ an, noch wollen sie als etwas „Krankhaftes“ stigmatisiert werden, sondern wollen sich einfach nur in die Gesellschaft integrieren, womit wir dann auch beim Thema der Integration wären. – Integration ist auch bei uns schon immer mitunter eine Frage der Bringschuld gewesen. Integration kann ich nicht fordern oder durch politisch-geförderte Umerziehung der Gesellschaft etwas erreichen, sondern die muß ich als Betroffene selbst lei­s‍ten können und genau da versagt diese „Bewegung“ gänzlich, da sie keine oder kaum praktikable Hilfe­s‍tellungen zum Thema Integration liefert.

Wie ich bereits schon gesagt habe, erscheint mir dieser Gender-Zirkus nichts anderes als eine nur dem Selbstzweck der Selbstbeweihräucherung des Establishments der Dauerempörten und Mitleidshausierer inszenierte Farce, die den Blick auf die echten Probleme ablenken soll, da man eigentlich keine wirkliche Motivation und auch Kompetenz hat, diese zu lösen. 

Ebenso stellt deren Po­s‍tulat, das Geschlecht sei nur ein soziales Konstrukt, eine durchaus unmittelbare Gefahr für uns Transidente, die die angleichende Operation anstreben, dar, da sie genau den Krankenkassen eine Argumentation gegen die Ko­s‍tenübernahme dieser OPs in die Hände spielen. – Wirkliche Freunde und Unter­s‍tützer sehen anders aus!

Axel Robert Göhring ist Biologe und freier Journalist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen