Moral als Statusobjekt
Eine Transsexuelle kritisiert den Genderismus
Axel Göhring / Tischys Einblicke sprach mit einer
Transsexuellen. Ihr erscheint der Gender-Zirkus als eine im Selbstzweck der
Selbstbeweihräucherung des Establishments der Dauerempörten und
Mitleidshausierer inszenierte Farce, die den Blick auf die echten Probleme
ablenken soll, da man eigentlich keine wirkliche Motivation und auch Kompetenz
hat, diese zu lösen.
Die Politische Korrektheit fordert allenthalben Toleranz –
gegenüber Ausländern, Muslimen, Linksextremisten, Frauen, Schwulen, Lesben,
Queeren, Transsexuellen und vielen anderen „Minderheiten“. Aber haben die
politisch Korrekten überhaupt nennenswerten Kontakt zu den „unterdrückten
Gruppen“, mit denen sie sich so gerne solidarisieren? Meist eher nicht – die
Progressiven leben selbst aller Erfahrung nach in einem sehr homogen deutschen,
wohlhabenden, christlichen, cis-heterosexuellen Milieu, in dem die
„unterdrückten Gruppen“ nur am Rande, quasi in homöopathischer Dosis,
vorkommen.
Würden die politisch Korrekten sich mit den vermeintlichen
Opfergruppen einmal näher befassen, könnten sie die Erfahrung machen, daß ihre
unablässige „Toleranz“ gar nicht so gefragt ist, wie sie denken.
Einen Hinweis darauf liefert das folgende Interview mit
einer Transsexuellen, die der Genderbewegung so gar nichts abgewinnen kann.
Zur Person: Daniela Nowicki, 1976 geboren als Daniel, ist
transsexuell und lebt seit 2011 offen als Frau. Sie arbeitet als Ingenieurin
für Industrieautomatisierung und kritisiert die Genderbewegung.
Danni, wann hast Du gemerkt, daß Du als Frau im falschen,
weil männlichen Körper lebst?
Ziemlich früh als Kind schon. Richtig bewußt, daß da ein
Widerspruch zwischen meiner Seele und Physis war, wurde ich mir aber dann so
mit der Einschulung in die Grundschule, als von mir immer vehementer verlangt
wurde, mich wie ein Junge zu benehmen, was ich freilich immer als erzwungene
Scharade oder unnatürliches Schauspielen verstand und mir auch
dementsprechend schwer fiel. Ich muß dazu sagen, daß in den 70ern und 80ern
(bis teilweise in die 90er) es leider für transidente Kinder und Jugendliche
nicht wirklich Angebote oder Möglichkeiten gab, sich angemessen und zielführend
helfen zu lassen, weswegen es bei mir, wie bei so vielen anderen Betroffenen meiner
Generation, recht lange gedauert hat, zu sich zu finden.
Denkst Du, daß Du durch Erziehung oder gesellschaftliche Vorbilder Dein Geschlecht gewechselt hast, oder warst Du im Kern schon immer eine Frau?
Nein, ich war schon immer im Herzen und vom Verstande her
ein Mädchen bzw. Frau. So gesehen war es eher umgekehrt, daß immer wieder
vehement versucht wurde, aus mir einen „richtigen Kerl“ zu machen, was
allerdings nur insoweit funktioniert hat, daß ich später diese Rolle recht
überzeugend spielen konnte, aber dennoch nie verinnerlicht habe und
dementsprechend auch nur dann gespielt habe, wenn es absolut notwendig war. So
geht es dann auch eigentlich allen echten Transidenten: Die Entscheidung sich
letztlich irgendwann zu outen und die Transition zu beginnen, unterliegt in
keinem mir bisher bekannten Fall irgendwelchen gesellschaftlichen Trends oder
Hypes, sondern allein der inneren Erkenntnis, diesen belastenden und
unnötigen Mummenschanz nicht mehr länger mitmachen zu wollen und zu können.
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| Foto-Richard Dawkins Foundation |
Wie hat sich Deine Veranlagung als Kind bemerkbar gemacht? Hast Du zum Beispiel lieber mit Autos oder Puppen gespielt?
Die Auswahl der Spielsachen hat sich – und das mag
vielleicht erstmal erstaunen – bei mir in der Waage gehalten, ich war schon
immer ein großer Fan von Plüschtieren, auch Puppen waren als Spielzeug, sofern
ich darauf Zugriff hatte, für mich sehr anziehend. Dennoch hatte ich durchaus
auch meine Freude an Spielzeugautos, Modelleisenbahnen, Baukästen wie
Fischertechnik oder Lego. Dabei war für mich der besondere Reiz darin gelegen,
sonstigen eher unangenehmen/unliebsamen typischen Jungen-Hobbies aus dem Weg
zu gehen. Mannschaftssportarten wie Fußball oder auch Raufereien und sonstiger
offensiver Jungenkram war für mich eher lästig, bedrohlich und ich habe es
vor allem als Kind und Jugendliche nicht wirklich verstanden, sondern eher
noch gehaßt. Allenfalls habe ich mich dann später in der Schule mit diesen
Dingen, um dann auch nur den Schein zu wahren und damit in Ruhe gelassen zu
werden, eher halbherzig arrangiert. – Wenn Du ständig einem Anpassungsterror
ausgesetzt bist, willst Du ab einem gewissen Punkt einfach nur noch Deine Ruhe
haben!
In Kanada gibt es ein Ehepaar, das seinen Kindern geschlechtsneutrale Namen gab und sie auch neutral erzieht, damit der Nachwuchs mit 18 selbst entscheiden kann, was er sein will. In Stockholm gibt es einen geschlechtsneutralen Kindergarten, der den Kindern nur nicht-geschlechtsbezogenes Spielzeug bietet und in dem das Personal versucht, die Kinder nicht als Mädchen oder Jungs zu behandeln. Denkst Du, daß eine moderne Erziehung heute so aussehen sollte?
Grundsätzlich ist gegen eine Erziehung ohne tradierte
negative Zwänge und gesellschaftlich/religiös-reaktionären Atavismen nichts
einzuwenden. Immerhin war es dem Fortschritt unserer Gesellschaft, Kultur und
auch unserer Wirtschaft bisher in der Regel immer förderlich gewesen, beide
Geschlechter gleichberechtigt und im diametralen Respekt und Verständnis
zueinander zu erziehen und stehen zu lassen. Allerdings kann ich in diesen in
der Fragestellung beschriebenen Methoden und Auswüchsen nichts anderes als
die mit neurotischer Zwanghaftigkeit betriebene Durchsetzung einer fast schon
totalitär anmutenden und haarsträubenden Ideologie erkennen, die bar jeglichen
Bezugs zur Realität ist und den Respekt vor der geschlechtlichen Identität der
betroffenen Kinder arg vermissen läßt. – Laß mich das so ausdrücken: Hier
passiert in umgekehrter Weise genau das, was mir als transidentes Kind
widerfahren ist: man versucht den Kindern eine fremdbestimmte „neutrale“
geschlechtliche Identität aufzudrücken, die sie unter Umständen gar nicht
wollen und genauso belastend finden, so wie ich damals auch den fremden
Zwang, mich unbedingt zu einem Jungen erziehen zu wollen, belastend fand.
Ich denke schon, daß man gerade Kindern durchaus zutrauen
kann und darf, selber zu entscheiden, als was sie sich selbst identifizieren,
unabhängig davon, ob sie nun cis- oder transident sind. Kurzum: Mädchen sollten
nach eigenem Ermessen Mädchen sein dürfen und Jungen halt Jungen, OHNE Fremdbestimmung.
Gerade daraus einen nahezu anachronistisch anmutenden Tanz um das goldene
Kalb einer hanebüchenen Ideologie oder altertümlichen und obsoleten Religion zu
machen, halte ich für äußerst fragwürdig und scheint auch nur wirklich dazu zu
dienen, die moralisch-ideologischen Eitelkeiten einiger realitätsferner
„Erwachsener“ zu streicheln.
Zudem möchte ich noch einmal deutlich unterstreichen, daß
die Wahl von Spielzeug nun wirklich nichts mit der geschlechtlichen Identität
eines Kindes zu tun hat und die Fixierung gerade auf dieses Detail seitens
Genderideologen aber auch Stockkonservativen schlichtweg und ergreifend einfach
nur strunzdumm ist.
Hast Du nach Deiner Entscheidung, als Frau zu leben, Aggressionen erlebt? Wenn ja, von wem? Von Männern, Frauen, Rechten, Linken, Religiösen?
Recht wenig oder kaum, was in erster Linie auch gerade
daran lag, daß ich mein Coming Out recht sorgsam und planvoll vorbereitet habe.
Es kommt auch sicherlich darauf an, was man wem erzählt, in welchem Ton,
welcher Stimmung – und vor allem die Leute nicht mit schwer verdaulichen und
„blutigen“ Details belastet bzw. überfordert. Ebenso sollte man auch Geduld
mit seinen Mitmenschen haben, die sich aus welchen Gründen auch immer, mit dem
Wechsel schwer tun und sich eine Zeit lang mit Deinem alten/neuen Namen vertun.
Da gleich wie eine hysterische Furie zu reagieren ist eher kontraproduktiv
und sorgt sicherlich auch für eine nachhaltige Ablehnung einem selbst
gegenüber.
Die heftigsten Reaktionen sicherlich hatte ich von meinen
Eltern bekommen, wobei meine Mutter, die noch der verklemmten
Nachkriegsgeneration entstammt, die treibende Kraft war. Mittlerweile hat sie
sich aber eingekriegt, da ich ihr schon ordentlich Kontra gegeben habe und
dabei auch von meinem Bruder und später auch von meinem Vater unterstützt
wurde. Im Freundes- und Bekanntenkreis war dies schon freilich einfacher und
sogar bisweilen recht harmonisch abgelaufen und das, obwohl einige meiner
Freunde hier eine rechte Vergangenheit hatten oder nach heutigem „Neusprech“
als solche bezeichnet würden. So waren es gerade auch eben diese Freunde, die
mein Outing und mein Transition überraschenderweise recht unkompliziert
angenommen haben und auch meinen neuen Namen recht schnell „gelernt“ hatten.
Ebenso ist er mir auch bei meinem Arbeitgeber ergangen, ich
habe mich einfach geoutet und meine noch anstehenden „Vorhaben“ sachlich und
nüchtern als eine Art Projektplan dargelegt und mit den Kollegen gerade in
Bezug auf Urlaub, Ausfallzeiten wegen OPs und entsprechender Arbeitsplanung und
–aufteilung besprochen. Das lief wirklich alles unkompliziert.
Wie, also alles glatt gelaufen? Sind Transsexuelle womöglich also doch gar nicht so diskriminiert, wie die politischen Anwälte das gern behaupten?
Nein, es gab dann doch einige Ausfälle …
Bei mir im Haus wohnten (die Betonung liegt auf „wohnten“!)
zwei Gestalten, die dem Äußeren nach eher der Hiphop-Kopfsocken-Kiffer-Fraktion
zuzurechnen waren, keine Lust auf Arbeit haben und auch ansonsten das
Klischee des liederlichen und nichtsnutzigen Boheme mit Antifa-Bezug in nahezu
pittoresker Art und Weise erfüllten. Es fielen halt hin und wieder ziemlich
böse Worte mir gegenüber, die ich idR mit dem Hinweis, sich zu waschen,
ordentlich anzuziehen und sich endlich einen Job zu suchen, anstatt mir und
anderen Steuerzahlern auf der Tasche zu liegen, quittierte.
Mittlerweile mußte aber bereits eine von diesen Gestalten
ausziehen, der andere folgt in Kürze (unangemeldete Hundehaltung, Ruhestörung,
mutmaßlicher Handel mit Betäubungsmitteln usw.). Unsere Vermieterin hat auch
gerade wegen Beschwerden der anderen Mieter (immerhin wurden sie auch belästigt!)
nun die Notbremse gezogen und die Miete leicht über den Pflichtsatz der ARGE
angehoben. – In Maßen kann Gentrifizierung auch ein Segen sein!
Grundsätzlich kann ich aber sagen, daß die Gesamtsituation
für uns Transidente sich über die Jahrzehnte unheimlich verbessert hat. Ich
habe sehr viele Freunde und Bekannte in der transidenten Community, von denen
alle recht gut in die Gesellschaft integriert sind, gute Jobs haben,
wirtschaftlich recht gut gestellt sind, selbstverantwortlich leben und
deswegen auch diese Form von Betüddelung seitens Genderaktivisten mit
Helferkomplex eher störend empfinden oder gar völlig ablehnen.
Und Religiöse? Was sagen Christen? Was die Moslems?
Eigentlich hab ich da kaum intensive Kontakte schon vor
meinem Coming Out gehabt. Allerdings kann ich auch gerade im Umgang mit Christen
nichts Negatives berichten, seit meiner Transition lassen mich auch sogar die
Zeugen Jehovas gänzlich in Ruhe (Jaja, ich weiß, ich hab beim bevorstehenden
Armageddon ganz mächtig verschissen, aber was soll’s!), was ich recht angenehm
empfinde. Auf Urlaubsreisen besichtige ich gerne auch alte Kirchen, bin aber
auch nie „rausgeworfen“ worden, was auch daran liegt, daß ich mich zu benehmen
weiß und idR auch darauf achte, nicht allzu freizügig solche Orte zu betreten.
– Ganz anders schaut es aber mit Moslems aus: Ich werde doof angestarrt, was
meist meiner Körpergröße geschuldet ist, die mich immer noch ein wenig verrät.
Dumme Sprüche gibt es bisweilen auch. Gewalt ist aber bisher ausgeblieben,
mitunter auch, weil ich nicht den Eindruck von Wehrlosigkeit erwecke.
Hast du Begegnungen mit Anhängern der Gendertheorie gehabt?
Haben sie Dich unterstützt, zum Beispiel finanziell?
Einige wenige Male schon und es ist immer ein schaler
Nachgeschmack geblieben. Ebenso bin ich auch nicht wirklich auf weitere
Zusammenkünfte mit solchen Leuten erpicht. Was mich am meisten gestört hat,
war deren impertinenter Drang mir erklären zu wollen, wie ich meine Identität
zu definieren habe (und das gerade von Leuten, die selber überhaupt nicht
transident sind!), was ich für eine politische Meinung zu haben habe und das
ich gefälligst die Opferrolle des dauerbeleidigten Berufsforderers (=
Trümmertranse!) einzunehmen habe. – Ich fand diese moralinsauren Heucheleien
der politisch motivierten Mitleidshausierer einfach nur noch peinlich,
wenn nicht sogar ekelerregend. Das hat nichts mit Toleranz, Akzeptanz oder gar
Respekt zu tun.
Ebenso wurde ich schon regelrecht angefeindet, daß ich es
entschieden als Tatsache ansehe, daß Transidentität tatsächlich eine Form
hirn-organischer Intersexualität (tatsächlich ist Transidentität durch
Hirn-Scans nachweisbar!) und nicht eine psychische Regelabweichung oder gar als
Geschlecht nur ein soziales Konstrukt darstellt. Damit war es aber mit den
Differenzen nicht genug: Als besonderer Aufreger galt mein damaliger (und
mittlerweile umgesetzter) Plan, auf private Kosten eine chirurgische
Gesichtsfeminisierung vornehmen zu lassen. Keiner wollte kapieren, daß ich es
für mich grundsätzlich ablehnte, ein optisch zwischengeschlechtliches
Mischwesen darzustellen, sondern tatsächlich einfach nur „altmodischerweise“
eine Frau auch äußerlich sein wollte. Stattdessen wurde mir vorgeworfen nicht
zu meiner Identität zu stehen! – Ein lächerlicher Vorwurf!
Inzwischen weiß ich eines gewiß: das ich beileibe nicht die einzige Transidente bin, die so denkt … eher ist es die (noch) schweigende Mehrheit!
Diesen Leuten ging es, und das habe ich schon sehr früh
festgestellt, gar nicht darum, „uns“ zu helfen, sondern sich mit ihrem
scheinbaren Engagement für eine weitere „Minderheit“ ins rechte Licht zu
rücken, um sich anschließend an ihrer eigenen vermeintlich hohen moralischen
Integrität aufgeilen zu können. Finanziell war da jedenfalls für mich nichts zu
holen, ohnehin hätte es mir mein Stolz verboten, Almosen von Heuchlern
anzunehmen.
Du äußerst Dich auf Deiner Facebook-Seite erstaunlich
kritisch gegenüber Genderbewegten. Dabei rufen die fortschrittlich gesinnten
Bürger doch zur Solidarität mit sexuellen Minderheiten auf und fordern ein Ende
der Diskriminierung.
Es gibt so vieles, daß mich an dieser „Bewegung“ stört, angefangen von der gezielten politischen Unterwanderung bzw. Durchsetzung von linken-rot-grünen Kräften und Agitatoren, die dies nur zum Zwecke ihres Machterhalts (bzw. dem Erhalt des Zugangs zu den fetten Futtertöpfen!) betreiben und sich nicht ein Deut schämen, dafür die Not und Probleme der Betroffenen für ihre dubiosen Ziele zu instrumentalisieren.
Es stört mich (und das hatte ich schon bereits zur
vorhergehenden Frage erläutert) auch, daß es den allermeisten Protagonisten
dieser Szene im Kern nur um den (scheinbaren) Zugewinn an moralischer
Überlegenheit geht, die sie dann aus ihrer Sicht weniger moralisch wertvollen
oder gar wertlosen Leuten unter die Nase reiben können. – Moral als Konsumgut
oder gar Statusobjekt des postmodernen Pharisäers sozusagen!
Es stört mich auch, daß diese Bewegung seit ihrem Bestehen
nicht wirklich irgendwelche Fortschritte oder Verbesserungen für uns Betroffene
erreichen konnte bzw. wollte. Dabei gäbe es genug Dinge, wie das desolate und
dringend reformbedürftige Gesetz, eine Reform der Behandlungsrichtlinien für
Transidente gerade im Hinblick auf die Kostenübernahmepraxis der
Krankenkassen uvm., die, wenn die gleiche Vehemenz, wie beim Durchkloppen der
Genderideologie, angewandt worden wäre, sich hätten längst zielführend lösen
lassen. Offenbar verharren die Verantwortlichen allzu gern in dem Brecht‘schen
Mantra: Der Weg ist das Ziel! – Stattdessen wird zu viel Zeit und Energie mit
genderneutralen Klos, Pronomina, Neusprech und Denk-/Redeverboten verplempert.
Es stört mich außerdem, daß gerade von dieser Szene ein
nahezu suizidal tendenziöses Appeasement zum Islam bzw. Moslems, einhergehend
mit der unreflektierten Multikulti-Doktrin, betrieben wird, gerade
Gewaltverbrechen von Moslems an Transidenten oder sonstigen Queeren ein
totales Tabuthema darstellen und dementsprechend Redeverbote existieren.
Das ist in meinen Augen der größte Widerspruch an diesen Leuten, einerseits
predigen die eine „progressive“ Genderideologie, andererseits hofieren sie den
steinzeitlichen homo-/transphoben und obendrein auch extrem misogynen
Islam-Faschismus. Wie zum Geier soll das zusammenpassen?!?
Was mich aber am allermeisten stört, ist, daß wir Transidenten nun mit allerlei Strapspapis, peinlichen Fummeltrinen und sonstigen Fetischisten-Gezumpel in einen Topf geworfen wurden und das noch als Fortschritt gefeiert wird. – NEIN! Das ist kein Fortschritt für mich, daß ist einfach mal eine bodenlose Frechheit und Diffamierung allererster Güte. So ziemlich alle Transidenten streben gar nicht den gesellschaftlichen Status eines „schrägen und bunten Paradiesvogels“ an, noch wollen sie als etwas „Krankhaftes“ stigmatisiert werden, sondern wollen sich einfach nur in die Gesellschaft integrieren, womit wir dann auch beim Thema der Integration wären. – Integration ist auch bei uns schon immer mitunter eine Frage der Bringschuld gewesen. Integration kann ich nicht fordern oder durch politisch-geförderte Umerziehung der Gesellschaft etwas erreichen, sondern die muß ich als Betroffene selbst leisten können und genau da versagt diese „Bewegung“ gänzlich, da sie keine oder kaum praktikable Hilfestellungen zum Thema Integration liefert.
Wie ich bereits schon gesagt habe, erscheint mir dieser
Gender-Zirkus nichts anderes als eine nur dem Selbstzweck der
Selbstbeweihräucherung des Establishments der Dauerempörten und
Mitleidshausierer inszenierte Farce, die den Blick auf die echten Probleme
ablenken soll, da man eigentlich keine wirkliche Motivation und auch Kompetenz
hat, diese zu lösen.
Ebenso stellt deren Postulat, das Geschlecht sei nur ein
soziales Konstrukt, eine durchaus unmittelbare Gefahr für uns Transidente, die
die angleichende Operation anstreben, dar, da sie genau den Krankenkassen eine Argumentation
gegen die Kostenübernahme dieser OPs in die Hände spielen. – Wirkliche
Freunde und Unterstützer sehen anders aus!
Axel Robert Göhring
ist Biologe und freier Journalist.




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