Pheromone
Du schlenderst durch die Straßen, genießt die Sommersonne, lässt die Gedanken kreisen - und plötzlich passiertes: Ein Junge kreuzt deinen Weg und fragt dich nach Feuer. Du bist sofort fasziniert von ihm, aber warum?
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Die Macht der Chemie
Die Antwort auf diese Frage könnte auf der Wirkung der so genannten „Pheromone" beruhen. Pheromone sind chemische Substanzen, die der unterbewussten Kommunikation zwischen Lebewesen einer Spezies dienen. Klingt kompliziert? Ist es auch. Du kennst bestimmt die Redewendung „jemanden nicht riechen können". Der Körper scheidet gewisse chemische Stoffe, Pheromone, aus, beispielsweise über den Achselschweiß, die praktisch geruchlos sind. Trotzdem nimmt der Gegenüber die Stoffe überseine Nase wahr, denn im menschlichen Riechorgan findet sich ein klitzekleiner roter Fleck, der die Öffnung eines winzigen Schlauches darstellt, das "Jacobsonsche Organ" oder umgangssprachlich auch das „sexte Sinnesorgan" genannt. Und genau das stellt das Eintrittstor für Pheromone dar, die dann im Gehirn Reaktionen hervorrufen und unter anderem darauf Einfluss haben können, wie du unterbewusst auf jemanden reagierst ob du ihn eben "riechen kannst oder nicht“. Sexualpheromone bewirken im Gehirn das Ausschütten von Botenstoffen, die wiederum auf die Geschlechtsorgane einwirken und den Sexualtrieb beim Mann durch eine erhöhte Produktion des Hormons Testosteronverstärken können.
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Der Mensch bildet eine Reihe von unterschiedlichen Pheromonen, wobei leider sehr schwer feststellbar ist, inwieweit diese Einfluss auf unser Verhalten und Empfinden haben. Was aber als sicher gilt: Menschenreagieren unterschiedlich stark auf Pheromone. Während sich die einen von Kopulinen, Sexualpheromone, anziehen lassen und bei ihnen soforteine erhöhte Atem- und Herzfrequenz feststellbar ist, ignorieren andere diese wiederum völlig oder reagieren sogar negativ auf sie. Und auch andere Aspekte, wie beispielsweise der Monatszyklus bei Frauen, beeinflussen die Wirkung von Pheromonen. Experimente haben aber gezeigt: Pheromone lassen einen relativ unattraktiven Menschen nichtplötzlich auf der Attraktivitätsskala bis an die Spitze schießen und ohnehin attraktiv wirkende Leute können ihre Anziehungskraft dadurch auch nur unwesentlich oder gar nicht steigern.
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Haben Pheromone vielleicht auch Einfluss auf Homosexualität? Sind sieeventuell unter anderem dafür verantwortlich, dass wir schwul sind? Alles Aspekte, die von der Wissenschaft erst noch näher beleuchtet werden müssen. Sicher ist aber: Männliche Pheromone rufen in der entsprechenden Hirnregion sowohl bei Frauen als auch bei schwulen Männern eine Reaktion hervor, während heterosexuelle Männer gar nichtdarauf anspringen.
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Attraktivität im Ladenregal
Inzwischen gibt es Pheromone sogar in bestimmten Wässerchen gelöst im Laden zu
kaufen. Einige Parfumhersteller mischen ihren DüftenSexualpheromone bei und
versprechen dadurch eine Attraktivitätssteigerung. Und bei zum Beispiel Condomi
kann man ebenso einige Flüssigkeiten kaufen, die durch beigesetzte Pheromone
die Umweltbeeinflussen sollen. Diese Mittelchen sind teilweise extrem teuer,
denn z.B. Androsteron, das bekannteste männliche Pheromon, kostet pro
Grammzwischen 6.000 und 10.000 Euro. Wirkts denn? Wirklich stichfeste Beweise
gibt es nicht oft spielt wohl auch die Psyche eine Rolle. Denn wer sich sexy
fühlt, der wirkt auf seine Umwelt oft auch gleichganz anders.
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Pheromone im Tierreich
Während der Einflussgrad von Pheromonen auf den Menschen noch rechtumstritten ist, schließlich haben wir im Laufe der Evolution andere Arten der Kommunikation entwickelt, beruht im Tierreich oft die Existenz ganzer Spezies darauf. So leiten ausgeschütteteSexualpheromone bei zum Beispiel Hamsterweibchen die Männchen zu ihnen und verstärken ihren Fortpflanzungsdrang. Kommt es dann schließlich zur Paarung, sondert das Männchen ein Kopulationspheromon ab, welches die Duldungsstarre des Weibchens hervorruft es hält still. Aber die verschiedenen Arten von Pheromonen beeinflussen nicht nur das Sexualverhalten, sondern noch viele weitere Dinge. So werden sie von einigen Tieren beispielsweise als Wegmarkierung hin zu Nahrungsquellengenutzt oder auch als Warnsignale hinterlassen. Von Menschensynthetisch hergestellte Pheromone werden auch zur Schädlingsbekämpfung oder bei der Massentierhaltung zur Stärkung der Fruchtbarkeiteingesetzt.
Während der Einflussgrad von Pheromonen auf den Menschen noch rechtumstritten ist, schließlich haben wir im Laufe der Evolution andere Arten der Kommunikation entwickelt, beruht im Tierreich oft die Existenz ganzer Spezies darauf. So leiten ausgeschütteteSexualpheromone bei zum Beispiel Hamsterweibchen die Männchen zu ihnen und verstärken ihren Fortpflanzungsdrang. Kommt es dann schließlich zur Paarung, sondert das Männchen ein Kopulationspheromon ab, welches die Duldungsstarre des Weibchens hervorruft es hält still. Aber die verschiedenen Arten von Pheromonen beeinflussen nicht nur das Sexualverhalten, sondern noch viele weitere Dinge. So werden sie von einigen Tieren beispielsweise als Wegmarkierung hin zu Nahrungsquellengenutzt oder auch als Warnsignale hinterlassen. Von Menschensynthetisch hergestellte Pheromone werden auch zur Schädlingsbekämpfung oder bei der Massentierhaltung zur Stärkung der Fruchtbarkeiteingesetzt.






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