Katholikenrat: Homosexuelle Paare akzeptieren
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Reicht es, Homosexuellen bloß Mitleid oder Respekt entgegenzubringen? Nein, sagt der Erfurter Katholikenrat - und fordert einen innerkirchlichen Wandel.
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Der Katholikenrat im Bistum Erfurt fordert "die ehrliche Akzeptanz für feste Bindungen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften". Es solle eine "klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen und Abwertungen homosexueller Menschen geben", heißt es in dem am Freitag bekanntgewordenen Beschluß.
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Weiter heißt es danach, der Katholikenrat plädiert auch für
einen "innerkirchlichen Wandel". Homosexuell lebende
Kirchenmitglieder sollten nicht bemitleidet werden oder "bloßen
Respekt" erfahren, sondern in bestehende Gruppen integriert werden. Dies
könne etwa über einen Segensritus für gleichgeschlechtliche Partnerschaften
innerhalb der katholische Kirche geschehen, fügte das Laiengremium, das bereits
am vergangenen Wochenende tagte, in Klammern hinzu.
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Bereits Ende September hatte der Präsident des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas
Sternberg gefordert, daß die Kirche Liebesbeziehungen von Homosexuellen
segnet. Das sei ein "Signal der kirchlichen Wertschätzung für
gleichgeschlechtliche Paare", so Sternberg damals.
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Kurz zuvor hatte ein
Fall im Bistum Münster für Aufsehen gesorgt: Bischof
Felix Genn hatte einem Pfarrer untersagt, dem Emmericher Bürgermeister
Peter Hinze (SPD) und dessen Lebensgefährten in einem Wortgottesdienst einen
"Segen für Liebende" zu spenden. Für diesen spezifischen Fall äußerte
Sternberg Verständnis. "Die Segensfeier drohte zu einem Ärgernis, einem
Spektakel zu werden", sagte er. (bod/KNA)
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ZdK will kirchliche Segnungen für homosexuelle Paare
Am Sonntag tritt in Deutschland die sogenannte Ehe für alle
in Kraft. In einem Interview fordert der Präsident des Katholikenkomitees ZdK,
Thomas Sternberg, von der Kirche ein Signal der Wertschätzung.
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken
(ZdK), Thomas Sternberg, fordert ein "Signal der kirchlichen Wertschätzung
für gleichgeschlechtliche Paare". Das ZdK setze sich dafür ein,
Liebesbeziehungen von Homosexuellen zu segnen, sagte er der "Passauer
Neuen Presse" (Samstag). "Dahinter steht der Wunsch, daß Gott den
Gesegneten beistehen möge." Sternberg verwies auf Gottesdienste am
Valentinstag, in denen alle Liebenden gesegnet werden könnten.
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Derzeit gebe es bei den deutschen Bischöfen keine Leitlinie
für die Segnung von Beziehungen gleichgeschlechtlicher Partner, so der
ZdK-Präsident weiter. Zur Ehe zwischen Mann und Frau bestünden indes
gravierende Unterschiede: "Nach katholischem Verständnis ist die
Eheschließung ein Sakrament und findet vor dem Priester in der Kirche statt,
nicht auf dem Standesamt."
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Verständnis für das Verbot im Bistum Münster
Das Katholikenkomitee hatte bereits im Mai 2015 mit Blick
auf die Weltbischofssynode zu Ehe und Familie die Forderung nach solchen
Segnungen aufgestellt. "Es müssen Brücken zwischen der Lehre der Kirche
zu Ehe und Familie und der heutigen Lebenswelt der Gläubigen gebaut werden
durch (…) eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere
Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften
Geschiedener und für wichtige Weichenstellungen im Familienleben", heißt
es in der Erklärung.
Zuletzt hatte ein Fall im Bistum Münster für Aufsehen
gesorgt: Bischof
Felix Genn hatte einem Pfarrer untersagt, dem Emmericher Bürgermeister
Peter Hinze (SPD) und dessen Lebensgefährten in einem Wortgottesdienst einen
"Segen für Liebende" zu spenden. Für diesen spezifischen Fall äußerte
Sternberg Verständnis. "Die Segensfeier drohte zu einem Ärgernis, einem
Spektakel zu werden", sagte er.
Bistumssprecher Stephan Kronenburg hatte am Donnerstag
betont, es gehe dem Bistum nicht darum, eine gleichgeschlechtliche
Partnerschaft herabzuwürdigen. Durch Medienberichte sei aber der Eindruck entstanden, daß in
der Kirche eine homosexuelle Hochzeit gefeiert werde. Das Bistum wolle
betonen, daß es einen Unterschied zwischen dem Sakrament der Ehe und einer
gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gebe. Der zuständige Pfarrer Stefan
Sühling sowie die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK)
bedauerten die Entscheidung. In den sozialen Netzwerken gab es neben Zustimmung
für Genn überwiegend kritische Stellungnahmen.
(luk/KNA)
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Genn untersagt Segnung für homosexuelles Paar
Ein katholischer Pfarrer wollte dem Emmericher Bürgermeister
und seinem Partner einen "Segen für Liebende" spenden. Münsters
Bischof Felix Genn befürchtet jedoch eine Verwechslungsgefahr.
Einen kirchlichen Segen für den Emmericher Bürgermeister
Peter Hinze (SPD) und seinen Lebensgefährten hat Münsters Bischof Felix Genn
verboten.
Er habe dem Weseler Pfarrer Stefan Sühling untersagt, den beiden
Männern am Samstag im Rahmen eines Wortgottesdienstes in der katholischen
Kirche im Stadtteil Bislich einen "Segen für Liebende" zu spenden, bestätigte
Bistumssprecher Stephan Kronenburg am Mittwoch einen Bericht der "Neuen
Ruhr Zeitung/Neuen Rhein Zeitung" (NRZ).
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"Es geht dem Bistum nicht darum, eine
gleichgeschlechtliche Partnerschaft herabzuwürdigen", sagte Kronenburg.
Durch Medienberichte sei aber der Eindruck entstanden, daß in der Kirche eine
homosexuelle Hochzeit gefeiert werde. In Münster habe es diverse kritische
Anrufe gegeben. Das Bistum wolle betonen, daß es einen Unterschied zwischen dem
Sakrament der Ehe und einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gebe.
Hinze und sein Partner wollen am Samstag ihre Verpartnerung
feiern und diese später in
eine ab 1. Oktober möglichen "Ehe für alle" umschreiben lassen.
Der Bürgermeister bekundete in der NRZ Unmut über die Entscheidung des
Bischofs. "Man kann nicht schärfer den Eindruck bekommen, daß wir Menschen
zweiter Klasse sind", sagte er der Zeitung. "Es werden Hunde, Katzen
und Motorräder gesegnet, aber wir sind es nicht wert?"
Die katholischen Bischöfe lehnen Trauungen und Segnungen
gleichgeschlechtlicher Lebenspartner ab. Das oberste Laien-Gremium, das
Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), plädiert für die Segnung
homosexueller Paare. (KNA)











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